Über idworx Mountainbikes

Gerrit Gaastra auf seinem Special Marathon (North Shore, Canada)
„Nur weil du das neueste Hi-Tech-Bike fährst, gewinnst du noch lange kein Rennen. Aber all dein Training und seriöse Lebensweise sind vergebens, wenn dein Material nicht zuverlässig ist.“
Das war 1990 und der mir das sagte ein alter, erfolgreicher Rennfuchs. Ich war Anfang zwanzig und probierte alles aus, was neu auf den Markt kam – auch im Rennen. Nicht etwa, weil mich das neue Material derart fasziniert hätte – na gut, sicherlich auch ein bisschen deswegen –, sondern weil testen zu meinen Aufgaben in der Fahrradfirma meiner Eltern gehörte, wo ich an der Entwicklung von Mountain Bikes beteiligt war. Fuhr ich zu einem Rennen, hatte ich immer eine gewaltige Menge Ersatzmaterial dabei, um für alle Fälle gerüstet zu sein. Was jedoch gar nichts nützte, wenn sich irgendeine „ultimative“ Komponente mal wieder mitten im Rennen – wenn die Belastungen nun mal am größten sind – als doch nicht ganz so belastbar erwies.
Es ist leicht vorstellbar, dass ich auf diese Weise nur wenige Rennen gewann – zu mehr hätte auch mein Talent kaum gereicht –, aber jede Menge Erfahrung. Insbesondere durch die Jahre, die ich während meiner Rennfahrerzeit in Kanada verbrachte, und in denen ich mit einigen dort ansässigen Bike-Firmen zusammenarbeitete. Rennen fahre ich nun schon seit längerem nicht mehr, doch die Erfahrungen aus dieser Zeit sind für mich heute als Hersteller von Mountain Bikes wertvoller denn je und haben meine Vorstellungen vom idealen Mountain Bike entscheidend geprägt.
Heute ist freie Zeit mein kostbarstes Gut. Die will ich auf den Trails genießen und nicht damit verbringen, mein Bike zu putzen, zu warten oder zu reparieren. Meist kann ich mir nicht aussuchen, wann ich fahre, sondern muss die Gelegenheit nutzen, wenn sie sich bietet. Egal wie dann die Bedingungen sind. Früher reizte mich der Kampf um Platzierungen, heute suche ich meinen Spaß in Herausforderungen auf technisch anspruchsvollen Trails, je schwieriger desto besser.
Deshalb habe ich ein paar wenige, aber grundsätzliche Richtlinien entworfen, die wir bei der Entwicklung und Modellpflege jedes idworx Bikes konsequent befolgen.
- Innovation an sich ist für den Fahrer wertlos.
Wir verwenden nur Technologien, die echte, erwiesene Verbesserung bringen. Und ob eine neue Idee wirklich eine Verbesserung bedeutet, stellt sich erst und nur auf den Trails heraus und selten innerhalb weniger Testfahrten. - Perfektion ist das Ergebnis kontinuierlicher Verbesserung
von zusammenhängenden Details einer funktionellen Einheit und
soll die langfristige Zufriedenheit des Kunden mit einem Produkt steigern.
Radikale Ansätze lassen sich zwar meist gut vermarkten, erzeugen ein starkes Presseecho und schaffen Kaufanreize. Doch sie liefern selten auf Anhieb ausgereifte, rundum zufriedenstellende Produkte. Wir wollen das Mountain Bike nicht neu erfinden, sondern es basierend auf einem wachsenden Erfahrungsschatz und durch Einsatz wirklich fortschrittlicher Technologien optimieren. Dabei verwenden wir auch kaum bekannte Lösungen wie z.B. eine Magura HS-33 FIRM-tech Bremse. Diese stellt extrem hohe Ansprüche an die Fertigungsgenauigkeit und wird wohl vor allem deswegen von nahezu keinem anderen Hersteller in der Serie verwendet. Dabei ist sie die leichteste, zuverlässigste und unproblematischste Fahrradbremse, die wir kennen. - Unsere Bikes müssen – in dieser Reihenfolge der
Prioritäten und nicht anders herum –
1. extrem haltbar und zuverlässig sein.
2. bei geringstmöglichem Wartungsaufwand dauerhaft optimal funktionieren.
3. innerhalb eines möglichst breiten Einsatzspektrums maximalen Fahrspaß vermitteln.
4. im Rahmen der durch 1. bis 3. definierten Bedingungen möglichst leicht sein.
Sollten Sie als erfahrener Mountain Biker zu einer ganz ähnlichen Sicht der Dinge gelangt sein, so dürften Sie unter den drei idworx Modellen das für Ihre Ansprüche beste in Serie produzierte Mountain Bike finden.
Keep riding!
Gerrit Gaastra
