FAQ
Frequently Asked Questions
Hier finden Sie Antworten auf die häufigsten Fragen zu Ihrem idworx Fahrrad. Wenn Sie weitere Unterstützung benötigen, können Sie uns über den untenstehenden Button kontaktieren. Wir helfen Ihnen gerne weiter.

Das linke Foto zeigt die Schweißnaht eines Rahmens, welche nach dem Schweißen mechanisch bearbeitet wurde, um einen optisch möglichst weichen, runden Übergang zu erzielen. Zu diesem Zweck wird die fertige Schweißnaht mit sogenannten Fingerschleifern, vielfach auch „Powerfeilen“ genannt, verschliffen. Dabei wird Material abgetragen. Allen Fortschritten bei der Automatisierung zum Trotz ist das eine reine Handarbeit und erfordert hohe Fertigkeit und höchste Sorgfalt vom Arbeiter. Zum einen um wirklich die gewünschte perfekte Optik zu erreichen, zum andern um zu vermeiden, dass er versehentlich mehr Material abträgt als gewünscht oder eventuell sogar Material von den verschweißten Rohren abträgt.
Doch auch wenn ihm kein Fehler unterläuft, stellt eine solche verschliffene Schweißnaht, eine Schwächung des Rahmens dar. Das zeigen Prüfstandsversuche, bei denen die Lebensdauer von Rahmen ermittelt wird, sehr eindeutig. Man erklärt sich das so, dass das Materialgefüge, welches sich beim Erstarren der Schweißnaht bildet, durch das Schleifen „geöffnet“ wird, so dass entlang der sogenannten Korngrenzen im Material direkt an der Oberfläche der verschliffenen Schweißnaht unter Belastung Mikrorisse entstehen können, die dann allmählich zu größeren Rissen „zusammenwachsen“.
Unter Schweißfachleuten und Materialwissenschaftlern gilt eine solche verschliffene Schweißnaht daher als eine Schwachstelle, die manche Rahmenhersteller jedoch wider besseren Wissens dennoch in Kauf nehmen, um die ästhetische Attraktivität ihrer Rahmen zu erhöhen.
Für idworx kommt eine solche Herangehensweise nicht in Frage. Wir setzen für unsere Produkte andere Prioritäten. Auch wir versuchen selbstverständlich möglichst schöne Rahmen anzubieten, doch dieser ästhetische Anspruch muss hinter den Ansprüchen an die Lebensdauer, Funktionalität und letztendlich auch das Gewicht des Rahmens zurückstehen.
Deshalb werden idworx Rahmen mit der sogenannten Smooth-Weld-Technikgeschweißt, wie im rechten Foto abgebildet. Dabei wird über die eigentliche Schweißnaht, welche die Rohre miteinander verbindet, eine weitere Schweißnaht drübergelegt. Für diese sichtbare Schweißnaht wird ein anderer Schweißzusatzwerkstoff verwendet, der beim Erstarren der Schweißnaht eine möglichst glatte Oberfläche ohne die für eine Schweißnaht typische schuppenartige Struktur entstehen lässt. Die Schweißnaht bleibt als solche zwar erkenn- und fühlbar, sie ist aber glatt, was den meisten Kunden besser gefällt. Obendrein hat diese glattere, nicht durch Schleifen erzeugte Oberfläche auch noch Vorteile gegenüber einer geschuppten Schweißnaht in puncto Dauerhaltbarkeit.
Die beim Aufbringen dieser oberflächlichen Schweißnaht zusätzlich in den Rahmen eingebrachte Wärme hat hier keine negativen Auswirkungen auf die Haltbarkeit des Rahmens, weil sich die Gefügestruktur in der Wärmeeinflusszone der Schweißnaht während der zwingend notwendigen T6-Wärmebehandlung des fertig geschweißten und gerichteten Rahmens „erholen“ kann.
Bei unseren Fahrrädern, die mit einer Pinion-Schaltung ausgestattet sind, können wir, anders als bei unseren Rohloff-Rädern kein exzentrisch verstellbares Tretlager zur Einstellung der Ketten- bzw. Riemenspannung verwenden. Daher haben wir unsere idworx Adjustable Synchronised Dropouts, kurz iASD entwickelt. Sie sind sehr stabil, einfach in der Handhabung und zuverlässig in ihrer Funktion.

Keine Gewinde im Rahmen oder Ausfallende
Ein Gewinde kann bei unsachgemäßer Handhabung immer beschädigt werden. Das gilt erst recht für Gewinde in Aluminium. Daher verwenden wir eine Mutternplatte aus hochfestem, rostfreiem Stahl, die bei Beschädigung ausgetauscht werden kann.
Zum Einstellen der Kettenspannung muss das eigentliche Ausfallende relativ zum Rahmen bewegt werden. Für diese Bewegung nutzen wir eine Einstellschraube, mit der sich die Spannung präzise einstellen lässt. Diese Schraube ist ein einer auswechselbaren Buchse gelagert.
Präzise und hoch belastbar
Bei vielen Rahmen mit verschiebbaren Ausfallenden ist die Kontaktfläche zum Rahmen klein. Es kommt zu Deformationen, weil die Befestigungsschrauben sehr hart angezogen werden müssen, um zu verhindern, dass die Ausfallenden sich aufgrund der Kettenkraft verschieben.
Unsere Konstruktion begegnet dieser Gefahr durch eine Kontaktfläche, die wir bewusst so groß wie möglich gestaltet haben.
Außerdem verwenden wir hochfeste M8-Klemmschrauben, die dem hohen erforderlichen Anzugsmoment gewachsen sind. Denn in Abhängigkeit vom Gang, den Sie beim Pinion-Getriebe gewählt haben, entsteht eine extrem hohe Kettenkraft, der die verstellbaren Ausfallenden standhalten müssen.
Diese Klemmschrauben sind daher auch nicht aus rostfreiem Stahl, sondern aus einer hochfesten Stahllegierung. Durch verzinken werden sie vor Korro-sion geschützt. Denn für Schrauben verwendete rostfreie Stähle besitzen keine ausreichende Festigkeit.
Einfache Handhabung
Beim Einstellen der Kettenspannung mittels verschiebbarer Ausfallenden muss üblicherweise darauf geachtet werden, dass das Hinterrad in der Flucht des Rahmens bleibt und nicht etwa schräg in den Hinterbau geklemmt wird.
Diese Gefahr besteht bei unserer Konstruktion der synchron verschiebbaren Ausfallenden nicht.
Lassen Sie bitte unbedingt die Steckachse, welche das Hinterrad im Rahmen fixiert, fest angezogen, lösen Sie beidseitig die Klemmschrauben der Ausfallenden und stellen Sie dann die Kettenspannung mit der Einstellschraube ein. Anschließend ziehen Sie zunächst die beiden Klemmschrauben des antriebsseitigen Ausfallendes wieder fest an, und abschließend die Klemmschrauben auf der anderen Seite. Fertig! Das Hinterrad sitzt mittig, und auch die Einstellung der Bremse hat sich nicht verändert.
Vertrauenswürdig
Die ganze Konstruktion ist auf maximale Zuverlässigkeit und Langlebigkeit optimiert. Sollte doch einmal eine Komponente durch (sehr) unsachgemäße Handhabung beschädigt werden, so lässt diese sich einfach ersetzen.
Effizient
Die Ketten- bzw. Riemenspannung lässt sich bei unserer Konstruktion äußerst präzise einstellen. Und dank des überaus steifen Hinterbaus unserer Pinion-Räder schwankt die Spannung auch im Fahrbetrieb kaum. Sie müssen die Spannung also nicht unnötig hoch einstellen, sondern gerade hoch genug. Das sorgt, anders als bei Verwendung eines federbelasteten Ketten- oder Riemenspanners für reduzierte Reibungsverluste im Ketten- bzw. Riemenantrieb.
Seit einigen Jahren verwenden wir bei unseren idworx Fahrrädern eine Reduzierhülse aus Kunststoff (kurz Shim), welche wir ins Sitzrohr des Rahmens einkleben. Dieser Shim vereint mehrere Vorteile in einem Bauteil.
Er verhindert effektiv Korrosion zwischen Sattelstütze und Sitzrohr, welche normalerweise durch Fett erreicht wird. Die Oberfläche der Sattelstütze wird vor Beschädigungen geschützt und er eliminiert wirkungsvoll Knackgeräusche, da die Sattelstütze spielfrei im Rahmen steckt.
Bitte KEIN Fett auf die Sattelstütze oder auf den Shim auftragen!
Diese beiden Maße wurden eingeführt, um beim Vergleich von Fahrradrahmen verschiedener Herkunft schnell beurteilen zu können, ob die Lenkerposition auf einem Rahmen in Richtung komfortabler oder sportlicher tendiert. Wobei „komfortabler“ (= geringer Reach-Wert) bedeutet, dass der Lenker sich bei gleicher Vorbaulänge in geringerem horizontalem Abstand zum Sattel steht und umgekehrt für „sportlicher“ (= größerer Reach-Wert).
Per Definition ist ein Vergleich von Reach-Werten jedoch nur dann zulässig, wenn der Stack-Wert identisch oder bis auf wenige Millimeter Unterschied identisch ist.
Falls Sie mit den Stack- und Reach-Maßen hantieren, müssen Sie also zunächst die Rahmengröße eines Modells auswählen, deren Stack-Wert es Ihnen erlaubt, die Lenkerhöhe einzustellen, welche Sie brauchen.
In aller Regel beschränkt das Ihre Auswahl auf genau eine Rahmengröße für ein bestimmtes Modell.
Sollte sich (ausnahmsweise) Ihre Lenkerhöhe auf zwei Rahmengrößen eines Modells einstellen lassen, so ist der größere dieser beiden Rahmen immer der län-gere. Das gilt für alle Rahmenhersteller. Alles andere wäre absurd.
Wenn Sie zwei Rahmen miteinander vergleichen, deren Stack-Werte sich unterscheiden, so gilt: Für jede 10 mm, welche der Stack-Wert des einen Rahmens kleiner ist als der des anderen Rahmens, müssen Sie ziemlich genau 3 mm von seinem Reach-Wert abziehen, um die Reach-Werte der beiden Rahmen vergleichen zu können.
Nehmen Sie diese Korrektur nicht vor, so führt der Vergleich von Reach-Werten unweigerlich zu einer falschen Bewertung.
Beispiel: idworx AllRohler, Vergleich der Rahmengrößen XL(60) und XXL(64).
Stack XL: 672 mm, XXL 712 mm
Reach XL: 410 mm, XXL 410 mm
Differenz der Stack-Werte: 40 mm. Korrektur-Wert für den Reach ist also 4 x 3 mm = 12 mm.
Der XXL-Rahmen (410 mm Reach) ist also bei gleicher Lenkerhöhe um 12 mm länger als der XL-Rahmen (410 mm Reach minus 12 mm). Auf der Rahmengröße XL müssten Sie also einen um 12 mm längeren Vorbau wählen, um den Lenker in gleichem horizontalem Abstand zum Sattel zu positionieren als auf dem XXL-Rahmen.
| ER / OR / AR | Weber E-Kupplung | Eventuell muss die Kupplung etwas angepasst werden. |
| ER / OR / AR / oP / oPti / PR | Weber EP-Kupplung mit Adapter |
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Für Wartungsintervalle folgen Sie am besten den Angaben des Herstellers der Federgabel. Als Orientierungswert kann man sagen, dass etwa alle 2.000km oder einmal pro Jahr ein Service durchgeführt werden sollte. Sprechen Sie dafür Ihren idworx-Händler an.
Wenn Sie Ihr idworx Trekkingbike mit einem Heckträger an Ihrem Pkw transportieren, empfehlen wir Ihnen das hintere Teil des Schutzblechs mit einem Gummi oder einem Spanngurt am Laufrad zu befestigen. So vermeiden Sie, dass Luftwirbel Ihr Schutzblech beschädigen.
Erfahrungswerte unter Vorbehalt:
| AR / oP / oP eT (without chain case) | Ca. 3.000 – 10.000 km |
| AR (with chain case) | Ca. 5.000 – 15.000 km |
| oP / oP eT (with chain case) | Ca. 4.000 – 12.000 km |
| Mountainbikes: | Ca. 2.000 – 10.000 km |
| Grandone: | Ca. 2.000 – 5.000 km |
Benutzen Sie normales Kettenöl, wie zum Beispiel das Rohloff-Kettenöl speziell für Fahrräder. Kein Teflon, Wachs oder Silikon-Öl verwenden! Falls Sie diese Stoffe doch verwenden wollen, benutzen Sie ein Öl mit diesen Additiven.
Die Kette regelmäßig ölen, aber nicht zu viel. Für genaue Details wenden Sie sich an Ihren Händler.
Das Fahrrad regelmäßig von Verunreinigungen befreien. Dazu am besten warmes Wasser und Seife oder einen speziellen Fahrradreiniger benutzen.
Die richtige Pflege eines hochwertigen Fahrrads umfasst immer die regelmäßige Reinigung und Versiegelung mit passenden Produkten. Kein Fahrradhersteller kann garantieren, dass ein Fahrrad oder dessen Komponenten ohne die richtige Pflege nicht korrodieren werden. Ausnahme sind Teile, die ausschließlich aus Titan gefertigt sind.
Falls Bremsbeläge verglast oder mit Öl verschmutzt sind, müssen diese ausgetauscht werden. Alternativ kann der Bremsrotor entfettet werden, die Ausrichtung der Bremssättel überprüft werden oder die Bremsen korrekt eingebremst werden. Diese Maßnahmen sollten von einem idworx-Händler durchgeführt werden.
Es ist normal, dass Scheibenbremsen am Anfang einer Bremsung bei Nässe quietschen. Im Moment haben wir keine endgültige Lösung dafür. Sollte das quietschen sehr laut sein, können andere Arten von Bremsbelägen oder der Gebrauch von Brake Silencer (wie z.B. von SwissStop) helfen.
Vibrationen beim Bremsen sind bis zu einem gewissen Grad normal, da jede Bremsscheibe aufgrund von Produktionstoleranzen leichte Abweichungen in der Stärke hat. Sollten die Vibrationen so stark werden, dass das Rad oder der Lenker nicht mehr kontrolliert werden kann, sollte das Rad von einem idworx-Händler überprüft werden.
Falls der Steuersatz nicht richtig eingestellt ist, die Bremsscheibe verschmutzt oder ungleich verschlissen ist, wenden Sie sich an Ihren idworx-Händler.
Klappergeräusche beim Fahren auf unebenen Oberflächen (Kopfsteinpflaster oder schlechte Straßen) kann mehrere Ursachen haben:
- Die Kette ist zu locker: Die Kette muss gespannt werden, dies kann alle 500 bis 2.000 km notwendig sein
- Das Kettenblatt oder die Kurbel berührt den Kettenkasten: Das kann passieren, wenn die Schraube an der Kettenstrebe beim Spannen der Kette nicht gelöst wurde
- Die Tretlagerscheibe im Kettenkasten ist zu locker: Die Reparatur sollte von einem idworx-Händler durchgeführt werden
Der Kettenkasten ist schlecht ausgerichtet, z.B. nachdem das Rad umgefallen ist. Um dies zu beheben muss der Kettenkasten am hinteren Ende in der Nähe des Kettenstrebenbügels - seitlich neu ausgerichtet werden. Falls nötig wenden Sie sich dazu an Ihren idworx-Händler.
Sollte sich das Rad beim Fahren mit Gepäck aufschaukeln, liegt dies in der Regel an ungünstiger Gewichtsverteilung oder zu schwerer Beladung, zum Beispiel bei Comfort-Rahmen. Um dies zu korrigieren sollte das Gewicht möglichst nach hinten und unten verlagert werden. Für die Lenkertasche empfehlen wir eine maximale Zuladung von 1kg. Alternativ kann ein Anhänger genutzt werden.
Ungünstige Gewichtsverteilung durch aufrechtes Sitzen und ggf. Gepäck sollte vermieden werden, da laut STVZO nicht erlaubt!
Wenn Bauteile an Ihrem Fahrrad locker oder unzureichend geschmiert sind, können verschiedene Probleme auftreten. Verwenden Sie keine nicht originalen idworx-Schnellspannachsen (z. B. Pit Lock); nutzen Sie ausschließlich idworx-Schnellspanner. Sind die Schnellspanner der Naben zu locker, müssen sie korrekt montiert und gegebenenfalls von einer Fachwerkstatt eingestellt werden.
Ist der Exzenter bzw. das Innenlager schlecht gefettet oder locker, sollten Exzenter und alle Schrauben – einschließlich Unterlegscheiben – ausgebaut, gereinigt und mit geeignetem Fett wieder montiert werden. Anschließend sind alle Schrauben mit dem korrekten Drehmoment anzuziehen. Dies sollte von einer Fachwerkstatt durchgeführt werden.
Das gleiche Vorgehen gilt für alle anderen Bauteile, die locker oder unzureichend geschmiert sind, wie zum Beispiel Kettenkasten, Gepäckträger oder Steuerlager: reinigen, mit geeignetem Fett versehen und alle Schrauben fest anziehen – idealerweise durch eine Fachwerkstatt durchführen lassen.
Wenn sich nach einem Ölwechsel zu viel Öl in der Nabe befindet, wischen Sie das überschüssige Öl ab und beobachten Sie die Nabe weiter. Beachten Sie dabei stets die Rohloff-Hinweise und die empfohlenen Ölwechselintervalle.
Dasselbe gilt, wenn das Rad bzw. die Nabe auf die Seite gelegt wurde (zum Beispiel beim Transport). In diesem Fall kann auch noch Wochen später überschüssiges Öl austreten. Wischen Sie dieses ab und beobachten Sie die Nabe weiterhin unter Beachtung der Rohloff-Vorgaben und Wartungsintervalle.
Besonders im Sommer bei hohen Temperaturen kann sich ein leichter Ölfilm auf der Nabe bilden. Dies stellt kein technisches Problem dar. Wischen Sie das Öl einfach mit einem weichen Tuch ab und beachten Sie die Rohloff-Hinweise.
Dies kann durch einen zu stark festgezogenen Schnellspanner verursacht werden. Lösen Sie den Schnellspanner ein wenig. Sollten die Schaltzüge zu wenig Spiel haben, stellen Sie auch diese passend ein. Für Getriebeprobleme wenden Sie sich an Rohloff, oder einen idworx-Händler.
